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Nievenheim

Lage

Ortseingangsschild von Nievenheim von Süden kommend

Östlich von Nievenheim befindet sich die Bahnlinie Köln–Neuss (S 11) und die Ortschaft Delrath. Im Süden grenzt der Ort an Felder und ein kleines Gewerbegebiet und Straberg. Weiter südöstlich folgt die Ortschaft Horrem. Nach Südwesten schließt sich direkt an Nievenheim die Ortschaft Ückerath, die von einem Waldgebiet begrenzt wird. In nördlicher Richtung grenzt Nievenheim an Felder, der sich die Ortschaft Neuss-Allerheiligen anschließt.

Geschichte

Antike und Mittelalter

Nievenheim war schon in vorgeschichtlicher Zeit besiedelt. Das belegen Funde aus der Eisenzeit. 1973 wurde eine römische Villa ausgegraben und ferner wurden drei römische Weihesteine im früheren Amt Nievenheim gefunden. Im Jahre 476 nahmen germanische Franken den linken Niederrhein in Besitz. Nievenheim, damals noch Niuanhem, wurde Hauptort des Frankengaus. Eine andere Bezeichnung für Nievenheim ist Nievering, das bedeutet Nebenrhein.

Bereits 790 wurde der Gau Nievenheim urkundlich erwähnt. 1262 wurde Nievenheim Pfarrort. In einer Urkunde von 1297 wurde Nievenheim angeführt. In dieser verbürgt sich der Ritter „Gottfried von Nivenheim“ mit „500 Mark auf Jahr und Tag“ für die Überlassung des Kelzenberger Hofes bei „Nivenheim“ durch Hermann von Kothusen an die Klarissen zu Neuss. Besiegelt wurde die Urkunde neben drei weiteren von Friedrich von Helpenheim, Domherr zu Köln.[1]

Ückerath bestand seit 1197 und gehörte nach einer Urkunde aus dem Jahre 1319 zum Fronhof in Eppinghoven.

Neuzeit

1559 gelangte das Gnadenbild des göttlichen Salvator Mundi aus der Salvatorkirche Duisburg nach Nievenheim.

1741 wurde die Pfarrkirche St. Pankratius erbaut. Der Grundstein für die Kirche wurde schon am 20. März 1739 vom Pastor Krosch gelegt. Bis 1794 gehörte Nievenheim zum kurkölnischen Amt Hülchrath. 1815 wurde die Bürgermeisterei Nievenheim aus den Gemeinden Nievenheim – mit den Orten Ückerath, Delrath und Straberg – mit den Ortschaften Straberg und Knechtstedten – gebildet.

Im Jahre 1840 wurde der Turm der Pfarrkirche erhöht.

1911 wurde die Industriebahn Nievenheim-Zons gegründet.

1927 erfolgte die Umbenennung der Bürgermeisterei Nievenheim in das Amt Nievenheim. 1870 wechselte die Gemeinde Gohr von der Bürgermeisterei Nettesheim zur Bürgermeisterei Nievenheim.

1937 wurde die Gemeinde Broich, Amt Evinghoven, in die Gemeinde Gohr eingemeindet.

Im Mai 1955 wurde die evangelische Kreuzkirche an der Bismarckstraße in Dienst gestellt. Am 30. Juni 1974 hatte das Amt Nievenheim 11.669 Einwohner auf 37,02 km². In den frühen 1970er Jahren gab es Überlegungen, die Ämter Nievenheim und Norf zu einer Gemeinde zusammenzuschließen, um damit einer Eingemeindung nach Dormagen und Neuss zu entgehen, dieses scheiterte jedoch. Das Amt Nievenheim wurde aufgelöst.

Seit dem 1. Januar 1975 gehört Nievenheim, das bis dahin selbständig war, zu Dormagen.[2]

Bevölkerungsentwicklung

  • 1961: 5741 (Gemeinde Nievenheim)
  • 1970: 6994 (Gemeinde Nievenheim)
  • 1974: 5376
  • 1984: 5734
  • 1994: 7153
  • 2005: 9502
  • 2006: 9604
  • 2010: 9304 (Nievenheim: 6651, Ückerath: 2653)
  • 2012: 9148 (Nievenheim: 6574, Ückerath: 2574)

Wappen

In von Blau und Silber gespaltenem Schild im rechten Felde auf einer silbernen Kugel das Bild des Salvators im goldenen, rotgefütterten und mit blauen Leisten geschmückten Mantel und mit einer goldenen Krone und goldenem Nimbus mit Strahlenbündel. Die rechte Hand ist zum Segen erhoben, in der linken eine blaue mit Gold verzierte Weltkugel.

Im linken Feld ein schwarzer Balken, darüber ein nach rechts gerückter schwarzer Roßkamm.

Quelle: Wikipedia

Ückerath

Lage

Ückerath grenzt im Osten an Nievenheim.

Geschichte

Ückerath war seit 1815 ein Teil der Bürgermeisterei und der Gemeinde Nievenheim. 1927 erfolgte die Umbenennung der Bürgermeisterei Nievenheim in Amt Nievenheim. Seit dem 1. Januar 1975 ist Ückerath ein Teil der Stadt Dormagen.[1]

Quelle: Wikipedia